Kreativität gestaltet Räume – #heimatruhr

„Neighboring Satellites“ ist ein gefördertes Projekt im Rahmen Programms #heimatruhr des Landes NRW. Es geht im Kern um die kreative Auseinandersetzung mit dem Ruhrgebiet, bei der neue Heimatorte geschaffen werden sollen, um die vielseitige Region zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. Das Programm ermöglicht durch die künstlerische Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden, in denen Kreativität gelebt werden kann, Orte des Miteinanders und der Begegnung von Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und sozialer Hintergründe im Ruhrgebiet zu reaktivieren oder neu zu schaffen.


Wie sich das Projekt „Neighboring Satellites“ gestaltet

„Erkenntnis-, Farb-, Musik- und Sprachwelten ohne Barrieren – Kultur und Kunst verbinden, wenn man sie (zu)lässt und ihnen Raum zur Entfaltung gibt!“
Dieses Statut ist Kern und (gedachte) Programmatik von Neighboring Satellites: alte, unbekannte, versteckte Räume beleben, um neue Orte der Verständigung und gemeinsamen Zukunftsgestaltung zu schaffen. Das Prinzip versteht sich als fortlaufender Entwicklungs- und Kreativprozess, der die positiven Erfahrungen einer kreativen Wertschöpfung aus einem Stadtteil (Ückendorf) in die Stadt überträgt, um somit ein kulturübergreifendes, kommunales WIR zu (re)formieren und zu mobilisieren.

Mit dem Anspruch Kunst und Kultur als Bausteine einer gelingenden Stadtgesellschaft zu verankern, bedarf es eines authentischen wie vitalen Vorgehens, welches als Impuls aus Ückendorf heraus an neue Orte getragen wird, und im weiteren Verlauf in gemeinschaftlicher Verbundenheit „von unten“ dort weiter entwickelt wird, wo sich Raum und Ideen treffen. Dies ist im Projekt Neighboring Satellites als dynamischer Prozess gestaltet, der die Grenzen zwischen Praktiken, ZuschauerInnen und KünstlerInnen verwischen kann und soll. Erhofft ist hierbei, daß es gelingt, als identitätsstiftende „Plattform des Austausches“ fungieren und wirken zu können – originell, neu wie vertraut, einladend und keinesfalls elitär ausgrenzend.

Die Struktur und die Maßnahmen des Projektes sollen helfen, daß beteiligte KünstlerInnen und Kreative als auch sich einbringende Initiativen Neighboring Satellites mitentwickeln und „Heimatorte“ ausgestalten können. Hierbei sollen unter anderem Pionierorte für kreative Outputs etabliert werden, Kunst- und Kultur-Formate experimentell erprobt werden können und – im besten Fall – die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines neu belebten Ortes möglich gemacht werden. Dies alles soll in Abstimmungen und Dialogen in einem sukzessiv greifenden Entwicklungskonzeptes verwirklicht werden.

Die Dialog-Veranstaltungen im Neighboring Satellites-Projekt verstehen sich als Lehr-, Lern- und Experimentierformate, die mit der Entwicklung und Wirkung von kulturellen Formaten in ungewohnten Räumen „spielen“. Hierüber sollen mögliche Bedarfe, die sich aus dem Stadtraum ergeben und Potenziale, die von den AkteuerInnen mitgebracht werden, ermittelt werden. Im Fokus dieser Phase stehen der Erkenntnisgewinn und die Gestaltung der Netzwerke. Die Veranstaltungen können an potenziellen Zukunftsorten stattfinden und sind mit künstlerischen und kulturellen Interventionen und Angeboten bedacht.

Wie das Projekt begleitet wird

Neighboring Satellites wird ausführlich dokumentiert. Engagiert sind hierfür Menschen, die das Projekt sowohl fotografisch als auch filmisch bei Veranstaltungen und allen relevanten Ereignissen begleiten und entsprechend „festhalten“. Daneben wird ein sog. „Projektschreiber“ die Aktivitäten und Besonderheiten des Projektes in Art und Weise eines Stadtschreibers festhalten. Mehr dazu findet sich im Blog „Umlaufbahn“.

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